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Otto-Graf-RealschülerInnen gewinnen 1. und 3. Platz beim Deutsch-Französischen-Comicwettbewerb „Kriegsende. Und dann?“

Während „Wir fahren nach Berlin, Berlin!“ sonst eher als Fangesang  rund um den DFB-Pokal ertönt, stimmen Otto-Graf-RealschülerInnen der Klasse 9c derzeit mit Blick auf ihr Abschneiden  beim Deutsch-Französischen Comicwettbewerb diese Zeilen an.  2 Teams aus Schülern/Innen der Klasse 9c und einem Schüler der 9b der Otto-Graf-Realschule Leimen mit ihrem betreuenden Lehrer Martin Kohler erzielten mit ihrem Sieg und dem dritten Platz auf Bundesebene einen Erfolg, der in der lautmalerischen Bildsprache eines Comics am besten mit einem BOOOM! bezeichnet werden könnte.  Das Leimener  Gewinner-Comic ließ in einem starken Bewerberfeld aus ganz Deutschland alle Konkurrenten hinter sich und überzeugte mit den Worten der Jury durch  eine bewegende und zugleich kunstvoll gezeichnete Geschichte, die man kaum mehr aus den Händen legen kann. Sie soll zeigen, was ein Krieg zwischen Staaten konkret für die einzelnen Menschen bedeutet – und davor warnen. Das Comic „Broken Inside“ beschreibt das Leben und Sterben eines deutschen Soldaten im Ersten Weltkrieg, der zwar den Krieg überlebt, aber danach  an seinen  tiefen  psychischen Verletzungen zerbricht. Kein heroisches Kriegerethos, sondern die Verwundbarkeit des Einzelnen steht im Mittelpunkt.  Auch der dritte Platz ging an die Leimener SchülerInnen, die mit dem Comic „Das letzte Au Revoir“ die Irrwege dreier Brüder durch die Hölle des Ersten Weltkrieges bildgewaltig in Szene setzten.  Hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg veranstaltete der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. in Zusammenarbeit mit dem Office National des Anciens Combattants et Victimes de Guerre (ONACVG) einen deutsch-französischen Schulwettbewerb, indem es nicht um große Meistererzählungen der Geschichte, sondern um  die Darstellung der Schicksale einzelner Menschen gehen sollte. Das ist den Otto-Graf-RealschülerInnen meisterlich in Wort und Bild gelungen. Die Jury bestand aus dem Graphic-Novel-Zeichner Peter Eyckmeyer, der Autorin Gabi von Borstel, der Volksbund-Abteilungsleiterin für Gedenkkultur, Dr. Heike Dörrenbächer  und der Berliner Volksbund-Bildungsreferentin Sophie Hollop. Die Leimener Sieger des Wettbewerbes erwartet eine außergewöhnliche Siegerehrung: Sie werden anlässlich einer deutsch-französischen Gedenkwoche im November an einer Jugendbegegnung in Paris und Berlin teilnehmen, zu der auch die beiden Staatspräsidenten Macron und Dr. Steinmeier erwartet werden.